TP 4: Einfluss von Recovery-Orientierung auf Zwang (Naturalistische Studie)

Recovery-orientiertes Arbeiten mit transparenten, partizipativen und flexiblen Strukturen reduzieren objektiven und subjektiven Zwang in der psychiatrischen Versorgung und führen zu besserem Outcome auch bei schweren psychischen Erkrankungen.

Methodik für einrichtungsbezogene Erhebungen:

1.Phase: Trialogische Erfassung des Grads an Recovery-Orientierung in den zu untersuchenden Einrichtungsstrukturen, sowie Ermittlung des Grads an Transparenz und Partizipation von Patienten und ihren Bezugspersonen in/an der Behandlung.

2. Phase: Auswirkungen der differentiellen Effekte von Recovery-Orientierung, Transparenz, Partizipation auf Häufigkeit und Dauer von Zwangsmaßnahmen, Erleben von Behandlung gegen den Willen und von subtilem Zwang, therapeutische Beziehung, Schweregrad der Erkrankung, soziales Funktionsniveau, Resilienz, Recovery, Stationsatmosphäre, Haltung des Personals gegenüber Zwang und Zufriedenheit mit der Behandlung.

Trialogisches Studiendesign mit Kombination von quantitativen und qualitativ-ethnologischen Methoden. Befragung von Patienten, Angehörigen und Bezugstherapeuten mit Hilfe von Fragebögen, klinischen Ratings, Daten aus Krankenhausdokumentation, teilnehmende Beobachtung, leitfadenbasierte und ethnographische Interviews, Fokusgruppen.

Dieses Teilprojekt ist ein eigenständiges Projekt der Psychiatrischen Universitätsklinik der Charité Berlin.

Verantwortliche Leitung: Dr. Christiane Montag, Dr. Lieselotte Mahler (Charité Berlin)