TP 3: Einfluss von Behandlungsvereinbarungen auf die Rate der Zwangsmaßnahmen (Pilotstudie)

Ziel von Behandlungsvereinbarungen ist in stabilen Zeiten gemeinsame Verabredungen für den Umgang mit Krisen zu treffen, um so rechtzeitigere und flexiblere Hilfen einzuleiten und Zwangsmaßnahmen zu vermeiden. Es gibt Fallberichte und erste Bestandaufnahmen, die eine solche Wirkung nahelegen, doch offenbar in hohem Maße abhängig von der Qualität der Vereinbarung und der dialogischen Kultur der Einrichtung. Systematische und kontrollierte Erhebungen fehlen weitgehend.

Methodik: Die Hamburger Klinik wird im Kontext dieser Untersuchung Behandlungsvereinbarungen systemisch einführen und in drei Schritten auswerten: a) Wirkung des Vertragsschlusses, b) Gültigkeit der Vereinbarungen in Krisen, c) langfristige Wirkung auf die Rate der Zwangsmaßnahmen. Erfahrungen mit Behandlungsvereinbarungen in anderen Regionen werden ausgewertet.

Es werden vergleichende Betrachtungen zu anderen Regionen / Einrichtungen mit Behandlungsvereinbarung oder Krisenplänen durchgeführt.

Dieses Teilprojekt stellt eine eigenständige Studie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf dar.

Verantwortliche Leitung: Prof. Dr. Thomas Bock, Candelaria Mahlke (UKE Hamburg)